Über uns

Unser Anliegen
Über die Pläne, beim Rehabilitationszentrum „Weißer Hof“ einen Golfplatz zu errichten, ist ein großer Teil der Gemeindemitglieder Klosterneuburgs besorgt und verärgert. Im Vorjahr unterzeichneten 2.700 Personen den Initiativantrag gegen die Errichtung des Golfplatzes. Leider haben die Verantwortlichen dieses Signal der Bevölkerung nicht ernst genommen. Wir sind der Überzeugung, dass der geplante Golfplatz für uns KlosterneuburgerInnen überwiegend Nachteile bringt und sagen daher:
“Klosterneuburg braucht keinen Golfplatz!”

Unsere Bedenken
Der Plan für einen 18-Loch-Golfplatz auf dem Areal der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) beim Reha-Zentrum “Weißer Hof” wurde bereits 2010 vom Gesundheitsministerium abgewiesen. Das Vorhaben sei “zu risikoreich”, hieß es damals. Jetzt liegt das geplante Projekt Gesundheits- minister Alois Stöger (SPÖ) aber erneut vor.

Seitens Teilen der Klosterneuburger Bevölkerung und Teilen der politischen Opposition gibt es seit Jahren massive Widerstände gegen die Errichtung eines Golfplatzes auf den hoch über Klosterneuburg gelegenen Grundstücken der AUVA beim Rehabilitationszentrum „Weißer Hof“. Im Vorjahr wurde den politisch Verantwortlichen eine Unterschriftenliste mit 2700 Unterschriften gegen das geplante Projekt präsentiert.
Die derzeit an Landwirte verpachtete Grünfläche ist eines der wenigen noch frei zugänglichen Naherholungsgebiete für die Bevölkerung in Klosterneuburg. Es besteht ein friedliches Miteinander von Landwirten, Patienten des Weißen Hofes, Sporttreibenden und Spaziergängern. Der geplante Golfplatz – eine Belustigung für einige Wenige – würde nicht nur den Verlust eines großen Teils der landwirtschaftlich genutzten Fläche bedeuten, sondern auch die Zerstörung dieser gewachsenen Strukturen. Der Weiße Hof ist ein Reha-Zentrum und daher ein Ort, an dem sich Menschen von den unmittelbaren Folgen eines sehr in ihr Leben einschneidenden Traumas erholen müssen. Wie vertretbar ist es, hier eine exklusive Golfanlage zu errichten?

Auch kann man das erhöhte Verkehrsaufkommen nicht schönreden – mehr Autos bedeuten einfach mehr Verkehr. Für die Anrainer des Ölberges ist zudem nicht abzusehen, welche Auswirkungen die intensive Bewässerung und der Einsatz von Chemie auf das Grundwasser und damit auf ihre Hausbrunnen haben werden.
Es kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass die für den Golfplatz notwendige Umwidmung noch andere Umwidmungen und eine weitere Verbauung Klosterneuburgs nach sich zieht. Neben all diesen Aspekten tauchen nun weitere Faktoren auf, welche die Skepsis gegenüber dem Projekt erhöhen. Ein bereits mit einer anderen Firma im Ausgleich stehender Betreiber, der sich scheut, seine Pläne und seine Finanziers offenzulegen, sollten besonders nach der Pleite des Hotels Park Inn den Stadtvätern zu denken geben.

18 Gründe gegen 18 Löcher

Flyer

Mehr als 300 Teilnehmer bei Demo gegen den Golfplatz in Klosterneuburg!
18 Gründe gegen 18 Löcher: Vom erhöhten Verkehrsaufkommen über ethische Aspekte bis zur Gefahr einer weiteren “ParkInn” Pleite

Klosterneuburg. Heute Freitag, 1. Juli 2011 versammelten sich um 16:00 Uhr trotz des widrigen Wetters mehr als 300 Menschen zur Demonstration, zu der die überparteiliche Bürgerinitiative „Wir sagen NEIN zum Golfplatz in Klosterneuburg“ eingeladen hatte. Besonders erfreulich war die Beteiligung zahlreicher örtlicher Bauern, die mit insgesamt 15 Traktoren, den Demonstrationszug vom Bahnhof Kierling über den Niedermarkt und die Hundskehle bis zum Rathausplatz begleiteten. Dort tagte um 17 Uhr der Gemeinderat der Stadtgemeinde Klosterneuburg.
„Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen! Nachdem vor rund einem Jahr 2.700 Klosterneuburgerinnen und Klosterneuburger gegen das geplante Golfplatzprojekt am Areal des Rehabzentrums Weißer Hof der AUVA unterschrieben haben, freut es uns sehr, dass so viele Menschen heute gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen den Golfplatz gesetzt haben“, freut sich Christiane Rille-Pfeiffer, die Sprecherin der Initiative. Derzeit liegt der (Golf-)ball im Gesundheitsministerium, das rund ein halbes Jahr Zeit für eine Entscheidung zu dem äußerst umstrittenen Projekt hat. Besonders die Eingriffe in die Natur mit enormen Anschüttungen, die aufgrund der Hanglage des Geländes erforderlich sind, werden von der Initiative kritisiert. Insgesamt sollen 120ha, das ist ca. ein Viertel der gesamten landwirtschaftlichen Fläche Klosterneuburgs und in etwa eine Fläche von 120 Fußballplätzen umgewidmet werden. Ein wertvolles Naherholungsgebiet der Klosterneuburger Bevölkerung mit Wander-, Reit- und Mountainbikewegen ist bedroht. „Um eines ganz klar festzuhalten: Wir sind nicht gegen den Golfsport, sondern gegen den geplanten Standort! Der Standort ist schlecht und damit auch das Projekt“, so Rille-Pfeiffer.
Die Sprecherin der Initiative „Wir sagen NEIN zum Golfplatz in Klosterneuburg“ erläuterte um 17 Uhr vor Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager und dem Gemeinderat die Einwände der Initiative gegen das Projekt und appellierte an die Politiker, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger nicht zu ignorieren.
Dem Aufruf der Golfplatzbefürworter zu einer Gegendemonstration folgten sieben Personen.

Weitere Informationen:
www.nein-zum-golfplatz.at
Rückfragehinweis:
Klaus Schwertner 0664/8482618 oder moc.rentrewhcsnull@sualk

Betrifft es mich?
Von den Auswirkungen dieses Vorhabens unmittelbar betroffen sind die BewohnerInnen des Ölbergs und der Wohngegenden, die an das Gelände des Weißen Hofes grenzen. Mehr Verkehr wird aber auch in anderen Teilen Klosterneuburgs zu spüren sein – vor allem, wenn jene Gegenden an den Anfahrtswegen zum Golfplatz liegen, wie z.B. das Gemeindegebiet in Weidling, weil die Höhenstraße den kürzesten Weg etwa für das Golfpublikum aus Sievering oder Neustift darstellt. Ebenso betrifft der Verlust des Naherholungsgebietes nicht nur die unmittelbaren Anrainer, sondern alle BürgerInnen, die in der Natur Erholung suchen oder abseits der Stadt ihre Freizeit verbringen wollen.

Der geplante Bau des Golfplatzes betrifft alle KlosterneuburgerInnen, die Verantwortung für ihre Stadt übernehmen wollen. Es geht schließlich um die Lebensqualität von uns Allen!